Seit Januar 2015 versuche ich ein deutsches Bieneninstitut für eine Untersuchung der Bienensauna zu gewinnen - ohne Erfolg. Daher entschloss ich mich einen erneuten Anlauf in Bayern zu nehmen - über das zuständige Ministerium.
Das Fachzentrum Bienen der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ist dem Landwirtschaftsministerium disziplinarisch unterstellt. Daher suchte ich die zuständige Regierungsdirektorin am 30. Juli auf.
Sie hatte spontan eine halbe Stunde Zeit für mich und ließ sich den Verlauf der bisherigen Bemühungen schildern. Sie schlug einen Vermittlungsversuch vor und versprach, sich mit Veitshöchheim in Verbindung zu setzen. Das geschah prompt und in Absprache mit der für Bienen zuständigen Abteilung des Landes Baden-Württemberg.
Zu unserer Überraschung erhielt ich Anfang August eine Aufforderung von Dr. Berg, eine Bienensauna leihweise zur Verfügung zu stellen. Es ist eine groß angelegte Studie geplant, die vier verschiedene Hyperthermie-Geräte miteinander vergleichen und beurteilen soll.
Dem Einsatz der zuständigen Regierungsdirektorin ist es zu verdanken, dass der Hyperthermie nun eine ersteStudie gewidmet wird. Eine Beurteilung des Fachzentrums für Bienen kann auch dazu führen, dasss Hyperthermie nun endlich den Paragraphen 15 der Bienenseuchenverordnung erfüllen kann. Es ist denkbar, dass - wie auch in der Schweiz - Hyperthermie als alleinige Methode zur Varroa-Bekämpfung zugelassen werden wird.
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